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Sonntag, 10. Mai 2015

(John Ford 1953) Mogambo - Mai 2015



Eigentlich unerträglich, dieser Film. In der Story geht es um Personen in einer Tierfängerstation in Kenia in der Art eines Western in Afrika mit einer schwarzhaarigen Tänzerin(!) vom Typ Femme Fatale und einer naiven Blondine und einem echtem Mann als Ankerpunkt der Handlung.
Wenn man sieht, wie hier (und zwar nur im Film!) mit Tieren umgegangen wird, könnte man heulen. Ansonsten wird der Film bevölkert von in stets frisch gebügelten Safarianzügen gehüllten Weißen, die gesittet am Tisch stilvolle Konversation bei Kerzenlicht aus silbernen Kandelabern pflegen und rumtrommelnden, tanzenden Schwarzen, die dieses Uga-Uga-Geschrei von sich geben, rumpaddeln, Treiber spielen, ihre Sixpacks' zeigen und ansonsten maximal irgendwelches Pigdgin-Gestammle von sich geben dürfen. Da zeigt sogar die Gorilla-Familie in dem Film mehr Bandbreite.
Die Story ist auch ziemlich dämlich: Nach allem möglichen Hin-und-Hergeplängkel mit Frauen, die sich vor Schlange erschrecken und Männern, die als echte Kerle die Whisky kistenweise saufen und vor nichts Angst haben außer vor Frauen.
Auf der anderen Seite: Diesen Film könnte man wegen seiner geradezu modellhaften Schwarz-Weiß-Malerei als klassisches Studienobjekt zur Situation um 1953 verwenden, da wäre er hervorragend geeignet.

Dienstag, 7. April 2015

(John Madden 2015) Best Exotic Marigold Hotel - 2015 April
















Sind wir nicht alle irgendwie Inder? - könnte er Untertitel des Films lauten. Ich wollte mich eigentlich nur mal ganz unschuldig amüsieren, aber Banane. Außer vielleicht fünft lustigen Sprüchen ist das nichts zu finden. Die Protagonisten murmeln alle ständig Namaste, die Inder blicken alle so fröhlich aus der Wäsche, dass einem angst und bange werden kann und außer einer Saturday-Night-Fever-Einlage (John Travolta ist endlich auch in Indien angekommen) ist da in dem Film nichts Bemerkenswertes zu finden.

Montag, 27. Oktober 2014

(Matt Reeves, 2014) Planet der Affen - 2014 Oktober




Also von dieser Geschichte kann man sicher noch jedes Jahr eine Folge drehen; ob die jemals besser werden, ist fraglich. Gutes Beispiel: dieser Film.
Anstelle der vielbekrittelten "talking heads" finden wie hier die "grunting heads" vor  - eine Horde Affen, die den ganzen Tag über Gut und Schlecht vor sich hergrunzt, einem Helden, beinahe hätte ich gesagt, in glänzender Rüstung (ist aber nur ein Schimpansenfell aus der Schnellreinigung) und einem Bösewicht, erkennbar an Eckzähnen und Narben; interessanterweise beide schwarz (man hätte natürlich auch für den "guten" einen Albino wählen können). Dann gibts das Pendant auf den Menschenseite, auch die Guten und die Bösen. Wie man sieht, hat sich das seit Lessings "Minna von Barnhelm" nicht weiter entwickelt.
Wie zu erwarten, ist die Story vollkommen bescheuert (die Apokalypse hat uns alle in Form eines aus einem Labor entwischten Affenvirus niedergemetzelt und nur einige wenige "genetisch" stabile Kerle und Weibsbilder haben überlebt ... meine Güte, das gibs ja wirklich schon zu Hauf!).
Es kommt, wies kommen muss. Affen grunzen für den Frieden, Menschen beschwören Gutes ... hört sich toll an, wenn da nicht diese Bösen wären, normalerweise islamische Fundamentalisten, hier im Film Affen. Na, wie ist der Schluss wohl? Wäre tatsächlich schwierig, hier ein vernünftiges Ende zu finden, deshalb lässt der Regisseur einfach alles explodieren; jedenfalls die Menschen und die Affen, nicht die Regiem den Produzenten und den Drehbuschschreiber.

Freitag, 22. August 2014

(Lisa Azuelos) 2014, Einen Augenblick Liebe - 2014 August


Link zum Trailer
Geht über eine L'Oleal-Reklame kaum hinau, ist nur länger. Grottige Beleuchtung, fast alle Darsteller grinsen unentwegt vor sich hin, die Marceau ist irgendwie die schönste Frau der Welt, wenn man das an  der Anzahl der Close-Ups ablesen würde, die Handlung lässt sich in einem Viertelsatz zusammenfassen. 

Samstag, 15. März 2014

Jack Reacher - 2014 Februar



Link zum Trailer

Mit Tom Cruise eine klare Fehlbesetzung, kann diese Rolle nicht ausfüllen, jedenfalls sowohl im Film als auch von der Umsetzung der Romanvorlage her. Umständlich und teilweise langweilig gedreht, viele ähnliche Szenen, lange Talking-Heads-Szenen, einige der Personen sind völlig unglaubwürdig und so wirkt der Plot sehr weit hergeholt.