Mittwoch, 11. März 2015

(Juan José Campanella, 2009) - In ihren Augen - 2015, März


Insgesamt gut gemacht, aber kompliziert. Da überlagern sich mehrere Geschichten:
  • Ein ehemaliger Gerichtsbeamter schreibt über einen lange zurückliegenden Mordfall.
  • Eine verborgene Liebe über 25 Jahre zwischen diesem Beamten und einer Richterin.
  • Die Geschichte des Mörders plus Sicherheitsdienst in Argentinien.
  • Die Geschichte eines Hinterbliebenen aus diesem Mordfall, dem Rächer.
  • Die Aufklärung des Mordfalls mit Irrungen und Wirrungen.

Dazu gibt es auch noch gleich zwei verschiedene Motti: Die Leidenschaft und den Schaden, den man nimmt, wenn man ihr folgt und den, wenn man ihr nicht folgt.

Das alles wird dem Zuschauer explizit zur Begutachtung vorgelegt.

Manche Dinge kommen deshalb in dem Film etwas zu kurz wie die "ausgesparten" 25 Jahre und einige der Motive.
Insgesamt sind aber die Schauspieler sehr authentisch - großes Lob; die Kameraführung ist super - sie spiegelt diese Beobachterrolle des Zuschauers gut wieder; Licht, Atmosphäre, Kulissen, Nebenrollen, die symbolischen Szenen sind gut angelegt; man weiß auch nicht, worauf das alles hinausläuft. Schwach sind die Maske und diese durch kurze Schnitte symbolisierten Gedankenfetzen am Ende (letzteres wäre nicht notwendig gewesen).




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